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Der Firmenwagen 2026: Was er dich kostet, was er wert ist und wann das Mobilitätsbudget besser ist

ikzoek Redaktion · 4 Min. Lesezeit · 4. Oktober 2026

Belgien zählt mehr als 700.000 Firmenwagen, und 2026 ist die Wahl für den Arbeitnehmer einfacher denn je: elektrisch oder gar nicht. Seit der Reform der Autobesteuerung sind fossile Firmenwagen für den Arbeitgeber fast unbezahlbar geworden. Aber was bedeutet ein Firmenwagen für dich als Arbeitnehmer, in Euro? Und wann ist das Mobilitätsbudget die bessere Wahl?

Wie sich die Besteuerung verändert hat

Für Fahrzeuge, die seit Juli 2023 bestellt wurden, sinkt die steuerliche Abzugsfähigkeit für den Arbeitgeber bei Verbrenner- und Hybridfahrzeugen jedes Jahr, bis sie 2028 null erreicht. Elektrofahrzeuge bleiben vollständig abzugsfähig, wenn sie vor 2027 bestellt wurden (danach sinkt auch dieser Satz schrittweise, bis auf 67,5 % ab 2031). Dadurch ist der Anteil an Elektrofahrzeugen in neuen Firmenflotten auf deutlich über die Hälfte gestiegen. Der Firmenwagen-Index auf ikzoek.jobs verfolgt, wie viele Stellenangebote einen Wagen anbieten, nach Branche und Region.

Was der Wagen dich kostet: der Vorteil alle Art

Du zahlst keine Miete für den Wagen, wohl aber Steuern auf einen fiktiven Vorteil, den Vorteil alle Art (VAA). Die Formel lautet: Katalogwert × ein CO2-Prozentsatz × 6/7 × ein Alterskoeffizient. Für ein Elektrofahrzeug gilt der Mindestsatz von 4 %, bei einem Benziner steigt er auf 18 % und mehr.

FahrzeugKatalogwertVAA pro JahrZusätzliche Steuer pro Jahr (Steuersatz 45 %)
Elektrische Mittelklasse42.000 Euroetwa 1.700 Euro (Minimum 2026: etwa 1.700 Euro)etwa 770 Euro
Elektrische Premiumklasse65.000 Euroetwa 2.230 Euroetwa 1.000 Euro
Benziner Mittelklasse (130 g CO2)35.000 Euroetwa 4.800 Euroetwa 2.150 Euro

Ein elektrischer Firmenwagen kostet dich also etwa 65 bis 90 Euro pro Monat an zusätzlicher Steuer. Manchmal kommt dazu noch ein Eigenbeitrag für ein teureres Modell als die Norm; dieser Beitrag wird vom VAA abgezogen.

Was der Wagen wert ist

Stelle dem gegenüber, was ein eigener Wagen kostet: Für eine vergleichbare elektrische Mittelklasse etwa 650 bis 850 Euro pro Monat für Abschreibung, Versicherung, Wartung, Reifen und Verkehrssteuer, zuzüglich Energie. Mit einer Ladekarte für zu Hause und unterwegs übernimmt auch das der Arbeitgeber. Netto ist ein Firmenwagen für jemanden, der ohnehin ein Auto braucht, etwa 6.000 bis 8.000 Euro pro Jahr wert, was 9.000 bis 12.000 Euro Bruttolohn entspricht. Das ist der größte außergesetzliche Vorteil, den es gibt.

Achte jedoch auf drei Dinge: Der Wagen entfällt bei Kündigung oder langfristiger Krankheit (lies die Car Policy), er zählt nicht für deine Pension mit, und wer zu Hause nicht laden kann, verliert einen Teil des Vorteils an teure Schnelllader (es sei denn, der Arbeitgeber übernimmt diese Kosten).

Das Mobilitätsbudget

Wer Anspruch auf einen Firmenwagen hat, kann diesen gegen ein Mobilitätsbudget eintauschen: die gesamten jährlichen Kosten des Wagens für den Arbeitgeber (die TCO, meist 8.000 bis 14.000 Euro), einsetzbar in drei Säulen:

  1. Ein umweltfreundlicher Wagen (elektrisch, kleiner oder günstiger), wobei der Rest in Säule 2 und 3 fließt.
  2. Nachhaltige Mobilität und Wohnen: Fahrrad oder Speed-Pedelec (Kauf oder Leasing), öffentliche Verkehrsmittel, Carsharing, und bemerkenswert: die Miete oder Hypothekentilgung für alle, die innerhalb von 10 Kilometern vom Arbeitsplatz wohnen. Alles in dieser Säule ist vollständig von Steuern und Sozialabgaben (RSZ) befreit.
  3. Der Restbetrag in bar, besteuert mit einem Sonderbeitrag von 38,07 %, jedoch ohne Berufssteuervorabzug.

Wer in der Stadt wohnt, mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen kann und ein Budget von 10.000 Euro hat, kann zum Beispiel ein Fahrrad leasen (1.500 Euro), ein Zugabonnement abschließen (1.000 Euro) und 7.500 Euro an Hypothekentilgung zahlen lassen, alles netto. Das ist ein Nettovorteil von 10.000 Euro pro Jahr, während ein Firmenwagen, den man kaum nutzt, deutlich weniger einbringt.

Für wen ist was die beste Wahl?

  • Viele Kilometer, keine Alternative zum Auto, Familie: der elektrische Firmenwagen mit Ladekarte. Sorge für eine Ladestation zu Hause (häufig vom Arbeitgeber bezahlt).
  • Innerhalb von 10 Kilometern vom Arbeitsplatz oder gute Zugverbindung: das Mobilitätsbudget, mit den Wohnkosten in Säule 2 als großem Pluspunkt.
  • Zweitwagen in der Familie: oft überflüssig; das Budget oder ein höherer Bruttolohn bringt mehr ein.
  • Unsicher? Frage den Arbeitgeber nach der TCO des angebotenen Wagens; das ist der Betrag, den du im Budget erhalten würdest. Vergleiche das mit dem, was der Wagen dir netto wert ist.

Fragen, die du vor der Unterschrift stellst

  1. Welche Modelle und welches Budget? Was kostet ein Upgrade an Eigenbeitrag?
  2. Gibt es eine Ladekarte, und wird das Laden zu Hause erstattet, zu welchem Tarif?
  3. Was passiert mit dem Wagen bei Krankheit, Elternurlaub oder Kündigung?
  4. Ist ein Mobilitätsbudget möglich, und wie wird die TCO berechnet?
  5. Was ist die Bruttolohn-Alternative, wenn ich den Wagen ablehne?

Auf ikzoek.jobs filterst du Stellenangebote nach Firmenwagen als Vorteil. Vergleiche anschließend das gesamte Paket mit den Gehaltsspannen in den Stellenangeboten mit angegebenem Gehalt: Ein Wagen für 800 Euro pro Monat ist nur dann ein Vorteil, wenn du ihn auch wirklich kaufen würdest.

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